Interview mit Tim Tadder

Wer ist Tim Tadder?

Tim Tadder ist am 4. April 1972 geboren und lebt derzeit in Cardiff, Californien.
Er ist bekannt dafür ab und zu einfach mal auszuwandern, das kann dann ein zwei jähriger Trip in den Anden oder ein 13 monatiger Aufenthalt in Australien und dem Süd-Pazifik sein.
Er war schon an vielen Orten zu Hause, aber nirgends blieb er wirklich sesshaft.
Tim hat einen Bachelor of Science in Mathematik und einen Master of Arts in Kommunitkationsdesign.

Website von Tim Tadder

Photoshopnonstop hatte die Möglichkeit ein Interview mit Tim durchzuführen.

Zuerst einmal danke für dieses Interview Tim.
Du hast in Deutschland viele Fans, dich sich für deinen Stil begeistern, deshalb ist die erste Frage wie du deinen Stil beschreiben würdest?
 

Eine gute und schwierige Frage.
Es ist schwer Stil zu definieren, im Moment ist es bei mir so, dass ich alles in HD (High Definition) sehe, sehr real, sehr klar und das ist auch die Art und der Grund warum und wie ich shoote.
Wichtig ist mir, dass meine Aufnahmen eine Botschaft transportieren und zwar die richtige, meine Arbeiten sollen kommunizieren, denn alle Bilder, die kommunizieren und eine Geschichte erzählen erzeugen Reaktionen und das ist wichtig. 

Wie sieht die Postproduction bei dir aus, machst du eine und wenn ja, was machst du nicht während deiner Arbeit an einem Foto. Meinst du es ist wichtig ein Team hinter sich zu haben, um bessere Ergebnisse zu erzielen? 

Am Anfang meiner Karriere habe ich alles selber gemacht, aber heute habe zum Glück ein fantastisches Team hinter mir, die mit mir zusammen meine Fotos „zum Leben erwecken“.

Was machst du, wenn du nicht hinter der Kamera stehst?

Ich spiele mit meinen Kindern, schlafe und fahre Motorrad – genau in dieser Reihenfolge. 

Viele Leute hoffen darauf eine Art „magische Schaltfläche“ oder ein PlugIn in Photoshop zu finden, um Bilder wie deine zu erzeugen. Benutzt du PlugIns oder Programme zusätzlich zu Photoshop? 

Ich habe noch nie ein PlugIn verwendet und werde dies auch nicht tun.
Fotografie sollte einzigartig sein, ein PlugIn in der Nachbearbeitung zu nutzen würde jedem Foto seine Einzigartigkeit nehmen.
Ein PlugIn wird niemals das mit den Fotos machen können, was ich tue, nicht einmal der digital artist aus meinem Team kann die Fotos so bearbeiten wie ich, denn alles was ich an einer Aufnahme mache ist individuell und nach meinem Empfinden. 

Hast du Vorbilder beim Fotografieren oder in der Nachbearbeitung, die dich motivieren und inspirieren?

Es gibt viele Menschen, die mich motivieren, es ist jedoch die gesamte Branche, die mich am meisten motiviert, denn alle sind gut, wirklich ALLE.
Die ganzen unterschiedlichen Talente und Künstler mit ihren verschieden Fähigkeiten motivieren und inspirieren mich immer wieder aufs Neue, wenn ich deren fantastische Arbeiten sehe.
Mein Vorbild ist mein Vater, er war Fotograf und ich habe sehr viel von ihm gelernt.
Durch ihn habe ich gelernt, dass man sehr hart arbeiten muss um Erfolg zu haben und man muss noch härter Arbeiten um erfolgreich zu bleiben.
Auch aus seinen Fehlern habe ich gelernt und aus der Art, wie er mit anderen Menschen gearbeitet hat und er mit ihnen umgegangen ist.
Den Wert des Geldes und die Branche habe ich auch von ihm gelernt – er hat mir wirklich viel gezeigt.
Ich schaue nicht nach speziellen Künstlern, denn jede Zeitschrift, jede coole Website die ich sehe inspirieren mich und deshalb schaue ich mir das an und werde aufs Neue motiviert. 

Wenn du jemals nach Deutschland kommst, sagst du uns dann Bescheid, damit wir uns auf ein Bier treffen können?

Auf jeden Fall!

Warum glaubst du, bist du heute da wo du bist?

Ich denke es hat viel mit Glück, Freundschaften und richtigen Entscheidungen zu tun.
Es sind viele Talente da draußen, deshalb bin ich sehr glücklich heute das tun zu können, was ich tue.
Mein Vater als Vorbild hat mich auch sehr geprägt und gepusht, ohne dass er es selber wusste, nicht kreativ, aber in meiner persönlichen Entwicklung.
Er zeigte mir immer wieder Ecken und Macken, die man verbessern kann, um sich selber zu entwickeln, deshalb versuche ich stetig mich zu verbessern.

Wenn sich jemand in der Fotografie und der Nachbearbeitung verbessern möchte, was meinst du muss er tun?
Hast du Tipps oder Tricks? 

Viele Fotos machen und sich mehr mit diesen beschäftigen.
Ganz einfach gesagt: Hart und viel arbeiten, mehr Bilder machen und an der eigenen Geschicklichkeit arbeiten.
Man muss also viel Arbeit und Kraft in seine Ziele stecken, diesen Aspekt vergessen leider viele.
Sich die Dinge einfach nur zu wünschen oder zu hoffen bringt keinen weiter, man muss es einfach bis in die letzte Faser wollen. 

Wenn jemand Fotos wie du machen möchte, was muss man beachten und als erstes tun und was sind die größten Fehler, die man machen kann?

Der größte Fehler ist zu versuchen andere zu imitieren.
Um sich aus der Masse hervorzuheben muss man selber testen und üben, das machen jedoch die wenigstens.
Wenn man mehr Zeit und Arbeit in die Verbesserung seiner Fotos steckt, dann entwickelt man auch seinen eigenen Stil.
Wenn man versucht mich nachzuahmen, dann wird dabei nie dasselbe Ergebnis herauskommen, das sehe ich leider sehr oft.
Am besten ist es, wenn man seine eigenen Ideen verfolgt. 

Letzte Frage: Können wir dich für ein erneutes Interview begeistern? 

Selbstverständlich. 

DANKE FÜR DAS INTERVIEW TIM!

 P.S

Dieses Interview wurde in Englisch durchgeführt und von Tino Wehe übersetzt.

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4 Kommentare zu “Interview mit Tim Tadder”

  1. J-C sagt:

    Danke Calvin & Tino!

    Schön, mal was vom Tim zu lesen – man bekommt ja schon einen Einblick, was er so “für ein Typ” ist … noch mal danke danke =)

    Gruß
    J-C

  2. Dominic sagt:

    Ich kann mich auch nur bedanken. Sehr interessant zu lesen.
    Da bekommt man direkt Lust auf mehr. :-)

    LG Dominic

  3. Es wird auch noch mehr kommen:-)

    lg Calvin

  4. peter klaas sagt:

    Calvin, deine Interviews sind einfach gut! Nachher ist nicht mehr wie vorher.

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