Tipp für digitale Schwarzweiß-Fotografen-Einsteiger

 Hi Leute,

als halbwegs anspruchsvoller Digital-S/W-Fotograf sollte man es schon als Anfänger tunlichst unterlassen, bereits an der Kamera die Farbinformationen zu verwerfen und direkt in Schwarzweiß zu fotografieren. Zwar haben die Kamera mittlerweile fast alle irgendwelche Schwarzweiß-Picture-Styles oder wie immer die Vorgaben heißen mögen – nur für die Nachbearbeitung macht man sich da nur unnötig das Leben schwer.

Die Farben sind nämlich nur eins: Informationen über bestimmte Auswahlbereiche! Und die kann man nachträglich in Photoshop ganz einfach aufhellen und abdunkeln. Ob nun Farbbereichsauswahl gefolgt von Tonwertkorrektur und dann entsättigen oder – einfach und direkt – mit einer Einstellungsebene "Schwarzweiß" – einfacher geht es nicht! So kann man in Windeseile ein Bild in den Graustufen nach den eigenen Vorstellungen optimieren oder auch mit Vorteile einzelner Farbkanäle gegen deren Nachteile ausbalancieren (Rauschen und Detailzeichnung.

Wirft man an der Kamera die Farben über Bord, hat man nur noch einen einzigen Graustufenkanal. Um dort jetzt Bildbereiche zu optimieren bleibt nur Handarbeit (Lasso & seine Freunde) oder die Auswahl über Helligkeiten, die je nach verwendeter Kameraeinstellung ganz passabel oder ganz übel ausfallen können. Nachbearbeitung macht so jedenfalls keine Freude.

Also: In Farbe fotografieren und erst am Computer in Schwarzweiß umwandeln!

Und jetzt … "Trick 17"! Um bereits bei nach der Aufnahme auf dem Kameradisplay einschätzen zu können wie das Motiv in Schwarzweiß wirkt, gibt es einen einfachen Trick:

In RAW fotografieren (bei S/W eh Pflicht!) und zusätzlich an der Kamera eine gewünschte Schwarzweißeinstellung wählen. Ja genau, eine von denen, die ich oben verteufelt habe! ;)

Direkt nach der Aufnahme könnt ihr am Display das Bild in schwarzweiß sehen, erhaltet aber alle Farbinformationen, da sich das RAW-Format über eure Style-Einstellungen an der Kamera aber nur kaputtlacht. Denn ausschließlich das eingebettete Vorschau-Bildchen der RAW-Datei wird in Schwarzweiß angelegt.

Im RAW-Konverter eures Kameraherstellers (z.B. DPP bei Canon) könnt ihr dann die Schwarzweißeinstellung der Kamera entweder beibehalten oder anpassen oder in ein Farbfoto zurückwandeln, in anderen RAW-Konvertern wird die Schwarzweißeinstellung von vorn herein ignoriert.

So, das war’s für heute. Probiert’s mal aus!

LG Olaf (10dency)

olaf-giermann.de

 

 

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6 Kommentare zu “Tipp für digitale Schwarzweiß-Fotografen-Einsteiger”

  1. Marcus Hasse sagt:

    Ein netter Tipp für SW-Anfänger, aber ein erfahrener SW’ler weiß, wie sich die Farbkanäle verhalten und weiß auch beim Schießen schon genau, welchen Regler er wohin dreht ;)

  2. Jeder wie er mag. Wenn man Informationen bewusst verschenkt, weil mans ie nicht braucht, isses doch in Ordnung. ;)

  3. Marcus Hasse sagt:

    Wieso sollten die Informationen verschenkt sein ? Wenn man vornherein schon weiß, wie das spätere SW aussehen soll, braucht man keine Vorinfo, die einem ein Bild zeigt, dass so eh nicht aussehen wird.
    Ein blauer Himmel kann somit grau (quasi entsättigt) oder weiß oder auch schwarz sein – sowas weiß man dann doch vorher … Aber wie gesagt: Nett für SW-Anfänger … ;)

  4. Achso. Nee, ich hab dich falsch verstanden. Ich dachte, du meinst “Wenn man weiß was man will, kann man auch gleich in Schwarzweiß fotografieren.” Du meinst aber “Ein Fortgeschrittener braucht die olle SW-Vorschau doch gar nicht!” Richtig? ;)

    Aber wie du schreibst: Nett für SW-Anfänger. :)

  5. Thomas sagt:

    Ich denke auch etwas für blutige Anfänger bis auf den Tipp das mit sw vorschau wenn mann in raw fotografiert in der kamera.
    Muß zugeben ich hab die SW funktion in der camera noch nie benutzt :-)
    Aber als schnelle vorschau wie ein bild wirkt in SW nicht schlecht

  6. 10dency 10dency sagt:

    Ich hab die Überschrift mal angepasst … ;)

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