Photoshop – Das einzig Wahre?

Hi Leute,

im DSLR-Forum lief kürzlich eine Diskussion zu genau diesem Thema.

Die aufgeworfenen Fragen:

Warum immer Photoshop? Braucht jeder Photoshop? Und überhaupt …

Von mir heute ein paar lose Gedanken zu dem Thema.

Ich selbst habe Ende 2002 nicht gleich mit Photoshop sondern mit Picture Publisher angefangen Fotos zu bearbeiten. Das Programm ging irgendwann an Corel und gibt es mittlerweile meines Wissens nicht mehr. Naja, das waren meine ersten Fotomontage-Ergebnisse damals ;) :

Meine ersten Fotomontagen

Ebenen gab es da nicht, sondern nur "Schwebende Objekte". Und so gut bedienbar mir Picture Publisher erschien – ich bin irgendwann an dessen Grenzen gestoßen. Irgendwie ging mir doch einiges zu umständlich.

Das war der Moment, wo ich mich im Internet nach anderen, besseren Lösungen umgesehen habe. Und das Wort "Photoshop" tauchte an jeder Ecke und Kante auf. PS ist unbestritten der Branchen-Primus – DAS Programm, das für Bildbearbeitungszwecke auf keinem kommerziellen Rechner fehlt. Photoshop ist auch das Programm für das es mit Sicherheit die meisten Tutorials im Internet gibt. Und ist es deshalb auch für jeden Pflicht? Und ist es deshalb auch automatisch wirklich gut?

Die Antwort ist klar und eindeutig: Kommt drauf an! :D

Pflicht ist Photoshop keinesfalls. Es gibt kommerzielle Programme wie Photoshop Elements, Paint Shop ProPixelmator, Photoline, das deutsche Fixfoto (für mich ein No-go, da es keine Macversion gibt) und viele andere. Und es gibt das von der Preis-Leistung unschlagbare GIMP. Das ist völlig kostenlos! Mit all diesen Programmen kann man prinzipiell die gleichen Ergebnisse erzielen, wie mit Photoshop. Manchmal etwas umständlicher, manchmal auch etwas direkter. Mein Tipp ist: Probiert einfach jedes Programm mal ein paar Wochen aus und gebt ihm eine Chance. Vielleicht ist das eine oder andere Programm ja genau das Richtige für eure Anforderungen. Denn nur darum geht es: EURE Anforderungen!

Deshalb gibt es auch Spezialsoftware wie Painter, für Leute, die am Rechner gern malerisch tätig sind. Oder FDR-Tools oder Photomatix für Leute, die es auf HDR aufgesehen haben. Auch für Panoramen gibt es  Spezialprogramme und und und … Da kann Photoshop in der aktuellen Version CS4 im direkten Vergleich bei speziellen Anforderungen noch einpacken. Übrigens … mit etwas Grundlagenverständnis kann man auch Photoshop-Tutorials auf andere Programme übertragen.

Aber wir sind hier bei Photoshopnonstop. Und deshalb geht es natürlich auch um Photoshop. Und da kann ich euch jetzt nur meine persönliche Meinung schreiben:

Photoshop ist einfach nur geil! Und das beziehe ich jetzt mal ganz speziell auf die aktuelle Version: CS4. Ich lehn mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: So flexibel und direkt und weitgefächert kann man mit keinem anderen Bildbearbeitungsprogramm arbeiten! Einstellungsebenen, Smart Filter, Open-GL-Drehung und -Vogelperspektive, Klick-Zieh-Pinselanpassung, Bedienfeld-Minimierung und – ausblendung, speicherbare Arbeitsbereiche … Das ist einfach eine runde Sache ohne die ich persönlich nicht mehr auskommen möchte. Auch wenn bspw. mit GIMP und Zusatzprogrammen alles theoretisch genauso möglich ist – gerade auf dem Mac kann ich mit dem fenster-chaotischen und klicklastigen GIMP-Interface einfach nicht leben!

Jedes Programm hat ja sein eigenes Bedienkonzept. Nach meinem Wechsel von Picture Publisher zu Photoshop (ich benutzte die Version 7 an der Uni) hab ich tatsächlich zunächst einige Dinge stark vermisst. So Kopieren/Einfügen-Knöpfe oder einen Blitzefilter *hüstel* und auch nach wie vor vermisse ich einige Dinge in Photoshop ganz stark (vor allem bei einigen älteren Filtern eine zeitgemäße Oberfläche!) – aber alles in allem: Photoshop ist mittlerweile wirklich ausgereift! Das Ebenenkonzept, die flexible Oberfläche, die OpenGL-Unterstützung … Also mal ganz abgesehen von den allerneuesten Knaller-Features, macht es einfach Spaß damit zu arbeiten. Mit einem Grafiktablett wird das Programm richtig lebendig und mit Tastaturkürzeln ist man hier so schnell wie man tippen kann. :D Photoshop ist für mich mittlerweile eins der wenigen Programme, die ihren hohen Preis wirklich wert sind!

So einfach und genial mir Photoshop aus meiner jetzigen Sicht auch erscheint – das Programm richtet sich klar an Profis, die die Grundlagen der Bildbearbeitung verstanden haben. Auch wenn wie beispielsweise in Photoshop Elements einige Dinge wie Masken, Kanalmixer und Co fehlen (so nachrüsten!), so hat es der Einsteiger dort und in den anderen genannten Programmen erheblich leichter als in Photoshop. Da gibt es Assistenten und Erklärungen an allen Ecken und Kanten. Also Dinge, die einen Poweruser/Profi auf Dauer extrem nerven, obwohl sie zu Beginn noch sehr hilfreich sind.

Oh, jetzt hab ich schon wieder viel zu viel Text produziert. ;) Was ich schreiben wollte: Photoshop ist trotz einiger "Suboptimalitäten" schlicht State-of-the Art für den "Vielanwender" –  und die Speerspitze der Bildbearbeitung, die *pssssst!* mit CS5 noch weiter ausgebaut werden wird!

Ich höre jetzt einfach mal auf weiterzuschreiben. Macht euch einfach eure eigenen Reim auf das Ganze! Selbstdenken schadet nie. :D Mich interessiert Eure Meinung zum Thema. Warum nutzt Ihr Photoshop bzw. warum (vom Preis mal abgesehen) nicht?

In diesem Sinne: Gute Nacht! ;)

Olaf (10dency)

olaf-giermann.de

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4 Kommentare zu “Photoshop – Das einzig Wahre?”

  1. Calvin Hollywood Calvin sagt:

    Ich bringe es mal auf den Punkt:
    Ich bin süchtig:-))))))

    Ich finde es klasse wie man mit Photoshop die Dinge verändern kann.
    Ich kann Bilder schaffen wie sie nie aus der Kamera kommen können.

    Photoshop sollte aber eine Vollendung sein. Zumindestens in Kombination mit der Fotografie.
    Ich persönlich versuche alles mit der Fotografie zu erreichen…. erst wenn es da nicht mehr weitergeht kommt Photoshop.

    Erst die Arbeit und dann das Vergnügen…. in diesem Sinne

    lg Calvin

  2. Solano sagt:

    Ich benutze Photoshop seit 7 Jahren.
    Habe natürlich mal die Konkurrenz getestet… aber irgendwie alles nicht das wahre… warum?
    Fangen wir beim Interface an,ich persönlich benutze noch AI FL DW AE Acrobat ID PR … und die grundlegenden Shortcuts sind die gleichen!
    Wow, mögen einige jetzt denken aber hey, das stützt den Worklflow ungemein!
    Ausser den Programmübergreifenden Shortcuts wären da noch die Paletten, die gerade in der aktuellen Version CS4 eine überarbeitung verpasst bekommen haben die sich gewaschen hat. Man kann sie ausblenden, einklappen, oder auch direkt weglassen und und und … allein solche kleinigkeiten machen in der Menge sehr viel aus.
    Ich kann mich dir nur anschließen Olaf (10dency) was den Arbeitsbereich anpassen angeht…
    Ich will es auch nicht mehr missen.
    Ich arbeite ab und zu mit 2 Monitoren, falls das der Fall ist… Zack, Arbeitsbereich für 2 Monitore anwählen…

    Ich spreche nur von solchen Details weil wir alle die anderen Stärken von PS kennen…

    Also ich persönlich kann mir nicht vorstellen das da irgendwann ne Software kommt die PS in den Schatten stellt. Da müsste Adobe schon die Lust am entwickeln verlieren.
    __

    Klar, für Leute die einfach nur ihre Urlaubsbilder aufpeppen wollen und keine Ahnung von Retouche haben o.ä. gibts bestimmt tolle alternativen, aber wenn man die VOLLE Kontrolle haben will dann bleibt nur eine Software…

    Ich hoffe ihr vermutet in mir keinen Vertreter von Adobe ;)

    Bis dann

    Solano

  3. Michael sagt:

    Die ersten Versuche an Bildern gingen mit der Windows eigenen Software über die Bühne. Dann musste ich fürs Geschäft einige Bilder bearbeiten und versuchte es mit Paint Shop. Hat mir aber nicht so gut gefallen und so hatte mir die Abteilung Corel Draw zu verfügung gestellt. War nicht schlecht aber auch sehr zeitintensiv.
    Über surfen im Internet und den verweis auf fast jeder Seite auf PS hatte ich mir dann mal die Demo runtergeladen. Der Hammer.
    Bin immer noch der Meinung. Der Hammer. Was ich am meisten schätze, ich kann jeden Schritt rückgängig machen, verstärken, wiederholen und und und.
    Einfach genial das Programm.

    (danke olaf für deine arbeit hier im Blog)

  4. Elmar sagt:

    Ich bin auch mit Paint Shop von Corel angefangen. Aber mehr habe ich seiner Zeit mit Corel Draw gemacht. Photoshop 5 und 6 habe ich auch “gehabt”, aber ganz ehrlich, das öffnet man und ist zunächst erschlagen. Die ganzen Filter kann man auf Bilder anwenden und man fragt sich wozu es die alle gibt. Rauschfilter, unscharf machen – warum? Alleine eingesetzt hat dman damit nur “Schrott”. Und wenn man dann “Einzelkämpfer” ist wird es schwer, sich in dem Programm zurechtzufinden. Also blieb es auf der Festplatte, aber genutzt habe ich es nicht.

    Also bin ich mit CS2 wieder eingestiegen – da habe ich mir auch eine DSLR gekauft. Und ich habe durch das Internet diverse Tutorials gefunden. Das macht das ganze einfacher. Aber das meiste hat mir damals eine Privatschulung von ein paar Stunden bei einer Photoshop-Expertin (MelanCHOLie, vielleicht kennt die der eine oder andere aus der fc) gebracht. Mit verhältnismäßig wenig wissen konnte ich fragen und fragen und zuschauen und aufsaugen – irre was danach gegangen ist. Zunächst nachmachen, rumprobieren, experimentieren usw.

    Und heute mit dem Photoshopnonstop-Forum, den ganzen Photoshop-Workshops und nicht zu vergessen den ganzen DVDs wie von Video2Brain ist es noch einfacher. Wobei der Einstieg immer noch schwer ist, glaube ich, weil man nicht weiss wo man anfangen soll. Ich bin recht ungeduldig und habe hohe Ansprüche und so habe ich nicht den Nerv mich zuerst durch 100te Einsteigerkapitel durchzuhangeln. Daher war für mich diese angesprochenen Privatschulung die beste Möglichkeit. Dann dazu ein paar DVDs wie die vom Calvin oder Kaplun oder oder oder. und man lernt was neues dazu. Man kennt vielleich am Anfang vieles noch nicht aber man versteht es durch die Erklärungen einfach. Learning bei doing ist immer die beste Methode. Nicht trockene Therie. Sozusagen einfach ins kalte Wasser rein und schwimmen …

    Aber zurück zu Photoshop: Nach CS2 habe ich mir die CS3 gekauft, weil ich das Programm genutzt habe und ich gerne Firmen unterstütze, die Dinge machen die ich gebrauchen kann. Ich nutze auch nur noch Originalsoftware, weil es so viele Programme nicht sind die man braucht und die kann man auch kaufen. “Haben” und nicht nutzen macht in meinen Augen keinen Sinn. Die CS4 dann im größeren Pack auch gekauft mit Illustrator, Dreamweaver, Acrobat etc. und die CS5 – das habe ich mir ganz fest vorgenommen – wird als Adobe Komplettpaket gekauft – ganz sicher. Adobe Programme sind einfach genial. Das muss man so sagen.

    Als Privatpersion sind die Preise zwar immer noch verhältnismäßig hoch, aber mit einem VHS-Kurs bekommt man die Programme ja zu einem guten Preis. Beruflich mache ich nichts damit (kompltt andere Richtung) und damit habe ich eine absolut legale Version und ein ruhiges Gewissen. Und es ist eine win-win Situation für Adobe (die Geld bekommen) und mich (der das Programm verhältnismäßig günstig kauft). Runde Sache – ich hoffe Adobe bleibt dabei. Wenn ich mit dem Programm Geld verdienen würde, würde ich es auch auf jeden Fall auch zu dem normalen Preis kaufen. Wert ist es das auf alle Fälle.

    Zu PS nutze ich noch Lightroom 2 (jetzt in der Version 2.5) und auch hier werde ich mir sicher ein Upgrade auf die in Kürze erscheinende Version 3 zulegen.

    Ich liebe Photoshop und Adobe …

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