Hi Leute,
nutzt ihr ein Grafiktablett? Falls nein, dann seid ihr sicher sehr angenehme und entspannte Zeitgenossen, die zum einen keinerlei Zeitstress kennen und auch kein Problem damit haben, deutlich länger zu brauchen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen.
Aber es ist wirklich so: Mit einem Stifttablett kann man soviel schneller arbeiten, dass bei der Entscheidung zwischen Maus und Stift eigentlich überhaupt kein Diskussionsbedarf besteht. Wenn wir von Bildbearbeitung sprechen führt, am Stift eh kein Weg vorbei!
Lassen wir einfach mal die im Vergleich zur Maus wirklich gesündere Ergonomie und die deutlich höhere Präzision des Stiftes aufgrund der besseren Feinmotorik außen vor (das Maus-Handgelenk hat gegen die Stift-Fingerspitzen halt NULL Chance!).
Was bleibt als Unterschied?
Klar: Drucksensitivität, Stiftneigung und – mit Wacom Art-Pen – Stiftrotation! Und die ermöglichen eine deutlich intuitivere und gezieltere Bildbearbeitung! Ich denke, dass die Teilnehmer meiner letzten Abendschulung ("Photoshop – Speed it up!") da zustimmend und heftig nicken werden.
Das heißt also: Ab einem gewissen (Bedienungs-)Anspruch führt an einem Wacom kein Weg mehr vorbei!
Und so schön und natürlich die Sache mit dem Stift im Vergleich zur Maus ist – eins hatte mich immer gestört: Der Stift hat eben kein Mausrad! Also zum Scrollen (Internet, Office usw. …) muss man da immer erst artig auf die Scroll-Leiste klicken und dann den Scrollbalken nach unten oder nach oben ziehen. Das ist natürlich voll langsam und nervt! Natürlich kann man sich da mit den Touch-Streifen (Intous3) oder den Touch-Wheels (Intuos 4) behelfen …
ABER!
Das muss man gar nicht!
Denn im Wacom-Treiber gibt es die Möglichkeit "Verschieben/Bildlauf" auf eine eigene Taste zu legen! Das hab ich getan! Und zwar habe ich diese Funktion auf die obere Taste des Stiftes gelegt. Seitdem benutze ich keine Maus mehr, denn zum Scrollen kann ich mit dem Stift einfach irgendwohin klicken und ziehen, um vertikal oder bei Bedarf auch horizontal zu scrollen! Vor allem bei all diesen komischen Foto-Webseiten mit ihrem unvorteilhaft-horizontalem Design.

Jedenfalls war der Tag, an dem ich rausgefunden habe, wie es mit dem Wacom geht, DER Tag, seit dem ich keine Maus mehr benutze!
Nicht in jedem Programm ist diese Belegung der Stifttaste sinnvoll – aber es ist ja gar kein Problem für jeden Sonderfall (=jedes Programm) eine eigene Voreinstellung für das Tablett und den Stift vorzunehmen.
Ich liebe das!
Es gibt nur einen einzigen Haken bei diesen verschiedenen Voreinstellungen für verschiedene Programme! Und zwar beim Wireless-Wacom (=Größe M, kabellos)! Wenn ihr da abweichende Einstellungen für verschiedene Programme getroffen habt, gibt es bei jedem Programmwechsel eine mehr oder weniger störend-kurze Bedenkpause (denn die unterschiedlichen Einstellungen werden über Bluetooth eher lahm geladen!). Glücklicherweise entfällt dieses Problem vollständig, wenn das Wireless-Tablet über USB angeschlossen ist.
Für mich sind diese "Kleinigkeiten" Alltag. Falls ihr davon profitiert und euch mehr Tipps in diese Richtung wünscht – gebt bitte Feeedback!
Danke und liebe Grüße!
Olaf
www.olaf-giermann.de

Hi Olaf,
was mich noch interessieren würde: Welches Grafiktablett von Wacom würdest/könntest du besonders empfehlen? Schon seit Monaten übelege ich, welches man sich kaufen sollte. Aber was denkst du, ist es sinnvoll auf die Größe zu achten oder darauf, dass es ein integriertes Display hat? Oder doch auf beides? Oder ist es vollkommen sinnlos ein integriertes Display zu haben? Mein Ziel war bisher, mir das Wacom Cintiq 21UX zu kaufen, da es groß ist und ein integriertes Display hat. Weshalb ich vermute, dass man damit am Besten arbeiten kann. Doch lohnt es sich überhaupt bei dem Preis?
LG, Chris
Hi Chris,
nach meiner bisherigen Erfahrung kommt JEDER (vor allem absolute Neueinsteiger!) ganz erheblich besser klar mit einem Wacom, das ein eingebautes Display hat. Viel intuitiver geht's halt nicht. Man klickt direkt dort, wo man etwas machen möchte.
Und dabei ist die 21-Zoll-Version sowohl von der Bildqualität (Helligkeit/Farbtiefe/Farfbumfang), der Bedienung als auch von der Technologie her dem 12-Zoll-Cintiq ganz deutlich überlegen (21 Zoll = Intuos 4; 12 Zoll = Intuos 3!). Gerade wenn du schon einen guten Monitor hast, bringt das zusätzliche Display hierbei nochmal erheblich mehr Fun/Komfort, wenn wir den Mehrpreis mal komplett außen vorlassen. So gesehen: Meine volle, uneingeschränkte Empfehlung für das 21UX!
ABER: Falls du einen geringen Einblick in meine Arbeitsweise hast, dann weißt du, dass ich sehr schnell arbeite – und das vor allem dank der großartigen Tastaturunterstützung von Photoshop, Mac OS und anderen Programmen! Und genau das würde bei den großen Cintiqs aufgrund des Platzbedarfs und der dadurch notwendigerweise weiter entfernt platziertenTastatur weitgehend entfallen.
Für mich persönlich wäre gerade das 12-Zoll-Cintiq eine optimale Ergänzung zu dem 24-Zoll-Eizo, da man damit extrem komfortabel und schnell auf zwei Displays je nach Bedarf arbeiten könnte.
Aber in Preis-Leistung ist der Gewinner halt nach wie vor das Intuos in A5 (=M)! Alles drunter ist zu klein, und größer ist nur für manchen Illustratoren besser. Ich nutze derzeit das Intuos 4 Wireless (=M-Größe) und mag das sehr, obwohl mir ein Cintiq in dieser Größe mit aktueller Intuos 4-Technologie noch viel besser gefallen würde. Für das Cintiq hab ich bei der letzten Photokina zwei grundlegende Einsatz-Strategien entwickelt, die mir mit meinem im direkten Vergleich ziemlich "schnöden" Intuos doch ein bisschen fehlen.
)
Hallo,
und für alle die ein Wacom haben und trotzdem das Mausgefühl nicht missen wollen, gibt es von Wacom ja auch ne Maus fürs Tablett.
Diese funktioniert auch noch ohne Batterien!
Ich benutze nur ein Graphire 4, aber das reicht mir auch. Und auch bei diesem mit einer Maus von Wacom.
Wenn es dann an die speziellen Dinge in Photoshop geht kommt der Stift zum Einsatz. Für alle anderen Dinge ist die Wacommaus da.
Grüße
Christian
Kurz: Für jede Arbeit gibts halt das entsprechende (richtige) Werkzeug.
denke auch, dass jeder selbst wissen muss, welche werkzeuge er denn nun genau einsetzt. bei vielen ist es auch so, dass amn erst einmal eine gewisse eingewöhnungszeit benötigt, um das tool überhaupt zu verstehen. manche benötigen länger damit, andere verstehen es gleich von anfang an und können das programm, den filter oder das plugin sofort nutzen. es sind eben nicht alle menschen gleich… und das ist auch gut so =)
Hi Olaf!
Unser Videotraining ist nun auch endlich online bei video2brain!
Also an alle die noch viel viel mehr zum Thema Wacom-Grafiktablett wissen wollen; hier her schaun -> http://bit.ly/v2b-wacom
Liebe Grüße aus Österreich
Martin
[...] PhotoshopNonstop BLOG – Wacom nicht nur für Bildbearbeitung? – PhotoshopNonstop BLOG – Vermisst ihr das Scrollrad, wenn ihr einen Stift-Tablett einsetzt? Dann unbedingt weiterlesen! [...]
ich liebe euer training bei video2brain! hat mich jetzt schon super weit gebracht, aber natürlich lerne ich jeden tag neu dazu. danke für den tollen blog und die tollen videos!
lg
Unser Favorit: Wacom Intuos 4 M A5 Das perfekte Arbeitsgerät!
Beste Grüße
Christian Siebold Photography
Fotograf München + Fotograf Frankfurt